Aktuelles:
Die Bundesstelle zur Verhütung von Folter
ist eine unabhängige nationale Einrichtung zur Prävention von Folter und Misshandlung in Deutschland. Sie hat die Aufgabe, regelmäßig und unangekündigt Orte der Freiheitsentziehung aufzusuchen, ggf. auf Missstände aufmerksam zu machen und Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten. Die Bundesstelle berichtet darüber jährlich der Bundesregierung und dem Deutschen Bundestag. In die Zuständigkeit der Bundesstelle fallen allerdings nur die Gewahrsamseinrichtungen des Bundes, insbesondere solche der Bundespolizei und der Bundeswehr; für Einrichtungen im Zuständigkeitsbereich der Bundesländer (z.B. Justizvollzugsanstalten, Polizeidienststellen, Psychiatrische Anstalten) wird eine noch einzurichtende Länderkommission zuständig werden.
Die Bundesstelle zur Verhütung von Folter ist keine Beschwerde- oder Beratungsinstanz für Einzelpersonen.
Zum ehrenamtlichen Leiter der Bundesstelle wurde im Dezember 2008 Ltd. Regierungsdirektor a.D. Klaus Lange-Lehngut ernannt. Klaus Lange-Lehngut leitete bis zu seiner Pensionierung über 25 Jahre die Justizvollzugsanstalt Berlin-Tegel. Darüber hinaus war er über 30 Jahre lang Lehrbeauftragter für Strafvollzug an der Juristischen Fakultät der Freien Universität Berlin.
Das Sekretariat der Bundesstelle zur Verhütung von Folter ist der Kriminologischen Zentralstelle (KrimZ) in Wiesbaden angegliedert.

